Die alte Salzstraße: Neustadt an der Donau

Die alte Salzstraße: Neustadt an der Donau

Seitenbereiche

Diese Website benötigt einen Cookie zur Darstellung externer Inhalte

Um unsere Website für Sie optimal gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir einwilligungspflichtige externe Dienste und geben dadurch Ihre personenbezogenen Daten an Dritte weiter. Über den Button „Mehr“ können Sie einzeln auswählen, welche Dienste Sie zulassen möchten. Sie können Ihre Zustimmung und Einwilligung jederzeit widerrufen.

Cookie-Banner
Essentiell
 

Diese Technologien sind erforderlich, um die Kernfunktionalität der Website zu ermöglichen.

Die Cookies mit dem Präfix hwdatenschutz_cookie_ werden verwendet, um Ihre Auswahl aller auswählbaren Cookies zu speichern. Die essentiellen Cookies werden automatisch auf 1 gesetzt, da sie notwendig sind, um sicherzustellen, dass die entsprechende Funktion bei Bedarf geladen wird.

Das Cookie namens hwdatenschutz_cookie_approved speichert den aktuellen Zustimmungsstatus des Cookie-Banners. Sollte es ein Update der Website geben, das Aspekte der Cookies verändert, würde dies zu einer Versionsdiskrepanz im Cookie-Banner führen. Folglich werden Sie aufgefordert, Ihre Zustimmung zu überprüfen und erneut zu erteilen.

Alle hwdatenschutz_cookie_ haben eine Bestandsdauer von einem Monat und laufen nach diesem Zeitraum ab.

Bei jedem Dienst ist das entsprechende Cookie hwdatenschutz_cookie_ aufgeführt, um zu erkennen, welches Cookie welchen Dienst ermöglicht.

 
Online-Formulare

Ermöglicht die Bedienung von Online-Formularen.

Verarbeitungsunternehmen
Stadtrundgang Neustadt an der Donau
Genutzte Technologien
  • Cookies akzeptieren
Erhobene Daten
 

Diese Liste enthält alle (persönlichen) Daten, die von oder durch die Nutzung dieses Dienstes gesammelt werden.

 
  • IP-Adresse
  • Browser-Informationen
Rechtsgrundlage
 

Im Folgenden wird die nach Art. 6 I 1 DSGVO geforderte Rechtsgrundlage für die Verarbeitung von personenbezogenen Daten genannt.

 
  • Art. 6 Abs. 1 s. 1 lit. a DSGVO
Ort der Verarbeitung

Europäische Union

Aufbewahrungsdauer
 

Die Aufbewahrungsfrist ist die Zeitspanne, in der die gesammelten Daten für die Verarbeitung gespeichert werden. Die Daten müssen gelöscht werden, sobald sie für die angegebenen Verarbeitungszwecke nicht mehr benötigt werden.

 

Die Daten werden gelöscht, sobald die Sitzung beendet ist.

Klicken Sie hier, um die Datenschutzbestimmungen des Datenverarbeiters zu lesen
Zugehörige Cookies
 

Zu diesem Dienst gehören die folgenden Cookies:

 
  • hwdatenschutz_cookie_powermail
  • fe_typo_user
Sie verwendeten einen veralteten Browser. Bitte führen Sie für ein besseres Surf-Erlebnis ein Upgrade aus.
JavaScript scheint momentan in Ihren Browsereinstellungen deaktiviert zu sein.
Bitte nehmen Sie eine Änderung dieser Einstellung vor und laden Sie die Webseite neu, um deren volle Funktionalität zu ermöglichen.

Hauptbereich

Hörspiel: Die alte Salzstraße

Die alte Salzstraße

Salz – das weiße Gold
In mittelalterlicher Zeit war Salz so wertvoll, dass es mit Gold aufgewogen werden konnte. Als Gewürz und zur Haltbarmachung von Nahrungsmitteln war Salz unentbehrlich. Der Salzhandel schuf florierende Städte und regte den Fernhandel an. Kaufleute, Adelige und Städte kamen zu immensem Reichtum. Das alte Wort für Salz „Hall“ steckt in vielen Namen von Städten, die Salzbergbau betrieben, wie zum Beispiel Bad Reichenhall.

Neustadt lag günstig an den Handelswegen
Die alte Salzstraße deckt sich weitgehend mit der ehemaligen Landshut-Nürnberger-Landstraße, also der B299 vor deren Begradigungen und Ortsumfahrten. Das Salz wurde von den Salzbergwerken und Salinen aus dem Berchtesgadener Land auf Fuhrwerken über Landshut nach Neustadt und von dort über die Donau nach Nürnberg transportiert.

Mehr erfahren

Flüsse und Salzstraßen sicherten die Versorgung
Schiffe, sogenannte Salzplätten, brachten bis Ende des 12. Jahrhunderts in etwa fünf Tagen die kostbare Fracht von Bad Reichenhall auf Saalach, Salzach und Inn bis Passau. Von Passau aus transportierte man das Salz entweder flussaufwärts bis Donauwörth oder Donau abwärts bis nach Ungarn.

Im 13. Jahrhundert verlagerte sich der Reichenhaller Salzhandel zunehmend auf die Straße. Ein Maut- und Niederlagensystem ließ manche Orte an der Salzstraße erblühen. Neben etlichen weiteren Städten profitierte vor allem Neuötting vom Salztransport und war im Spätmittelalter einer der wichtigsten Verteilerknoten des Salzhandels. Salz aus der Stadt Hallein (Österreich) wurde teils erst per Schiff auf Salzach und Inn befördert und dann an den Salzumschlagsorten auf Wagen umgeladen und auf der Landstraße nach Neuötting gebracht. Reichenhaller Salz wurde auf der „Unteren Salzstraße“ über Traunstein und Trostberg nach Neuötting transportiert. Von dort aus gelangte die wertvolle Fracht über Neumarkt-St. Veit, Vilsbiburg und Landshut nach Neustadt an der Donau.

Das Neustädter Salzstapelrecht und der Salzstadel
Ab 1363 durfte die Stadt Neustadt beim einträglichen Geschäft des Salzhandels mitspielen. Herzog Stephan II., der Ältere, ein Sohn des Kaisers Ludwig dem Bayern gewährte den Bürgern von Neustadt das Salzstapel- bzw. Salzniederlagsrecht. Laut dieses Salzstapelprivilegs musste das eintreffende Salz für einige Tage in Neustadt abgeladen, gelagert und zum Verkauf angeboten werden. Erst danach durfte das kostbare Gut weiter transportiert werden. Hierbei mussten die Neustädter keine zusätzlichen Zollge-bühren entrichten. Diese kurzzeitige Lagerung des Salzes erfolgte im sogenannten Salzstadel unter dem Rathaus und stand unter der Zuständigkeit zweier Salzverwalter und des Stadtschreibers.

Mit dem staatlichen Salzmonopol versiegte die Einnahmequelle
1587 wurde der Salzhandel unter Herzog Wilhelm IV. verstaatlicht und sämtliche Salzniederlags- und Salzhandelsrechte aufgehoben. Der Landesherr riss den städtischen Salzhandel als Staatsmonopol an sich. Während die meisten Städte mit Salzstapelrecht ein herzogliches Salzamt erhielten, ging Neustadt leer aus. Der Neustädter Salzstadel im Rathaus diente danach als Lagerraum für Dachziegel, Bierfässer oder auch Heu.

Leichte Sprache

Die alte Salzstraße in leichter Sprache Seite 1 (PDF-Dokument, 23,21 KB, 28.03.2023)
Die alte Salzstraße in leichter Sprache Seite 2 (PDF-Dokument, 55,59 KB, 28.03.2023)
Die alte Salzstraße in leichter Sprache Seite 3 (PDF-Dokument, 7,17 KB, 28.03.2023)
Die alte Salzstraße in leichter Sprache Seite 4 (PDF-Dokument, 20,26 KB, 28.03.2023)

Übersetzt von sag’s einfach – Büro für Leichte Sprache, Regensburg.

Geprüft von der Prüfgruppe einfach g`macht, Abteilung Förderstätte, Straubinger Werkstätten St. Josef der KJF Werkstätten g GmbH.

Die Fotos kommen von der Stadt Neustadt a.d. Donau.

Die gezeichneten Bilder kommen von der © Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung Bremen e.V., Illustrator: Stefan Albers, Atelier Fleetinsel, 2013. Barrierefreie Gestaltung des Dokuments durch die St. Johannes Werkstätte Regensburg der KJF Werkstätten g GmbH.

Bildnachweis / Literatur

Bildnachweis:

Abb. 1.1:

  • Votivtafel aus Holzhausen bei Landsberg, 18. Jh., Salzfuhrwerk beladen mit drei "Krötel" (zu je 300 kg). (Foto: Verein für Heimatkunde Bad Reichenhall), Ausschnitt, eigene Bearbeitung
  • Quelle: Bad Reichenhall Wiki

Abb. 1:

  • Salzschifffahrt auf Salzach und Inn. Passauer Zechbuch 1422 (Foto Andreas Hirsch), Ausschnitt
  • Quelle: Bad Reichenhall Wiki

Abb. 2:

  • Karte „Historische Salzhandelswege im mittelalterlichen Bayern, Reichenhall-Neustadt a. d. D.“; erstellt: Regina Straub, kunSTraub, Nutzungsrecht: Neustadt an der Donau; Kartengrundlage: Kurtze Beschreibung des gantzen Fürstentumbs Obern und Nidern Baÿrn, Apian, Philipp; Jenichen, Balthasar; Weiner, Peter, bayerische Staatsbibliothek;
  • Quelle: www.bavarikon.de
  • Digitalisat: CC BY-NC-SA 4.0

Literatur:

  • Albrecht, Eduard: Heimatkundliche Blätter Neustadt a. d. D., Nr. 4, 2021
  • Wolf, Peter/Brockhoff, Evamaria/Fischer/Richard/Schormair, Sarah/Veronesi, Marco (Hrsg.): Stadt befreit. Wittelsbacher Gründerstädte: Katalog zur Bayerischen Landesausstellung 2020, Friedberg, Wittelsbacher Schloss, Aichach Feuerhaus, 29. April-8. November 2020, Augsburg 2020
  • Köglmeier, Georg: Neustadt an der Donau und seine Bürger im 13. Jahrhundert, Neustadt a. d. D. 1993
  • Köglmeier, Georg: Neustadt an der Donau. Eine bayerische Landstadt und ihre Bewohner im Wandel der Jahrhunderte, Bd. I, Von den Anfängen bis 1800, Neustadt a. d. D. 1994

Infobereich